01 Mai

Eifelfeuer

Kürzlich hat mein Bruder Eifelfeuer mitgebracht. Er war in der Eifel und hatte direkt eine Sammelbestellung bekommen. Ja, und da stand es nun bei meinem Bruder auf dem Sideboard und mein Bruder hatte natürlich nichts Eiligeres zu tun, als mir ein Foto davon zu schicken.

Jetzt fragt Ihr Euch vielleicht, weshalb bei uns in der Familie ausgerechnet Eifelfeuer so beliebt ist. Aber das ist einfach erklärt. Denn wir sind einige Male aufgrund einer Einladung auf einem Waldgut in Oberdürenbach zu Gast gewesen.

Oberdürenbach ist eine kleine Gemeinde in der Eifel und das Waldgut lag – wie der Begriff „Waldgut“ vermuten lässt – mitten im Wald. Abends saßen wir in einer aus Naturstein gemauerten Remise am Kaminfeuer und natürlich gab es viel gutes Essen. Klarer Fall: Danach braucht man einen „Verteiler“.

Wie der Zufall es wollte, hatten wir einen Verteiler aus der Region entdeckt: Eifelfeuer. Das Eifelfeuer hatten wir spontan gekauft und erlebten eine mehr als angenehme Übberaschung. Denn aus der edlen Steingutflasche ergoss sich ein goldener Kräuterlikör, der uns schlichtweg begeisterte: Nicht zu scharf, und doch merkt man, wie er so richtig schön „verteilt“.

Eifelfeuer wird aus einer ganzen Reihe Eifel-Kräuter gemacht. Er enthält Melisse, Galant, Spitzwegerich, Pfefferminze, Bibernell, Angelika-Wurzel, Tausendgüldenkraut, Schafgarbe, Wacholder, Ehrenpreis, Ingwer, Nelke, Fenchel, Zimt, Taubnessel, Wermut, Angelika-Samen, Kamille, Zitrone, Tormentill, Schachtelhalm, Salbei, Arnika und Hopfen. Spannend, was man aus derart vielen Zutaten Leckeres gewinnen kann.

Klar, dass wir uns auch Eifelfeuer mit nach Krefeld nahmen und dass wir ihn bis heute regelmäßig kaufen. Und deshalb kamen dann auch andere hier am Niederrhein auf den Geschmack, die das leckere Eifelfeuer gar nicht aus der Eifel kannten.

Ja, und so heißt es auch heute noch nach einem guten Essen in unserer Familie: „Jetzt ein Eifelfeuer!“

Bildnachweis: jhmc